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Samstag, 21 Januar 2006
 

 

Eddie Gimler 

Allroundgitarrist

Beruf : Musiker

Für viele ein Traum. Eddie Gimler hat ihn sich erfüllt.

Begonnen hatte alles Mitte der 70iger als Autodidakt.

Eddie : Autodidakt, für mich war das damals einfach so. Unterricht gab es keinen. a) kein Geld, b) keine Lehrer. Ich erinnere mich an eine Szene als einer in der Schule rief: Da unten im Stadtpark sitzt einer, der kann den G-Dur und wir sind alle hingerannt. Mit anderen Worten; es war damals sehr schwer an Informationen ranzukommen. Somit saß ich stundenlang vor meinem leiernden Kassettenrecorder und hab versucht mir was rauszuhören. Was ich damals noch nicht wußte, die beste Schule überhaupt.

Erste Erfahrungen sammelte er in den Sparten Rock und Pop.

Eddie : Schon nach einem halben Jahr durfte ich in die Band meines Bruders einsteigen. Hier wurde auf Stadtfesten drauflosgerockt, was das Zeug hielt: Hendrix, Stones, Beatles, Santana usw. Hat irre Spaß gemacht.

 

Mitte der 80iger, im Zuge der Weiterentwicklung, erwachte dann das Interesse am Jazz und Fusion.

Eddie : Ein unglaublich breites Gebiet, es hat mich total interessiert, was die da machen. Alles war so neu, Chord’s, Skales, Arpeggios, es gab jede Menge zu üben. Heute weiß ich jedoch, daß man dadurch noch lange kein Jazzmusiker wird. Wie in jeder anderen Stilistik auch, mußt du dein Ding leben, um annähernd Perfektion zu erreichen. Hör auf dein Bauchgefühl, spiel das, wozu du dich hingezogen fühlst, alles andere ist unwichtig.

 

Darauf absolvierte er Anfang der 90iger ein Studium am "Münchener Gitarreninstitut", das er mit einem hervorragendem Diplom abschließen konnte.

Eddie : Dies war eine sehr schöne Zeit. Tolle Kameradschaft und das Glück, auf gute Lehrer zu treffen. Und noch mehr hot Stuff zum Üben. Auch hier sei gesagt, das ein solches Studium noch lange keinen guten Musiker aus dir macht. Mir persönlich hat es aber ein gutes Gefühl gegeben. Meine Hausaufgaben hab ich allerdings auf der Bühne erledigt. Mir sind im Laufe der Zeit viele Musiker begegnet, die kein Studium absolviert haben und dennoch hervorragend spielen. 

 

Als perfekter Notist und stilistisch absolut vielseitig folgten unzählige Engagements: Theatermusicals, Galas, Künstlerbegleitungen (Jonny Loagan, Jennifer Rush, Bill Ramsey, Joy Flemming, Ingrid Peters uva.), natürlich auch noch jede Menge Rock, Pop, Soul, Funk, Jazz und Country.

Eddie : Für mich war und ist Vielseitigkeit absolut wichtig. Das kann heute im Orchestergraben sein, morgen in  einer Jazzkneipe, ein Blues Gig oder Rock und Pop auf einem Stadtfest. Wichtig ist, daß mir gefällt, was ich da mache.

 

Vorbilder ?

Eddie : Direkte Vorbilder habe ich keine. Im Laufe der Zeit habe ich mir viele Gitarristen angehört und mir immer nur das rausgesucht was mich bewegte. Da wären zu nennen: Larry Carlton, Joe Pass, Pat Metheney, Robben Ford, Carl Verheyen, Allan Holdsworth; zu meiner Anfangszeit jedoch war ich begeisterter Santana Fan. Und nicht zu vergessen: von jedem einzelnen meiner Schüler, durfte ich was lernen.

 

Als Gitarrenlehrer ist er mehr gefragt denn je.

Eddie : Selbst das Unterrichten mußte ich lernen. Hier habe ich mir im Laufe der Jahre ein eigenes Konzept erarbeitet. Vielleicht schreib ich mal ne eigene Schule, so in etwa: „vom ersten Akkord bis zur professionellen Bühne“, mit dem Untertitel: "Ängste und Glücksgefühle eines Musikers“.
Ich denk, da könnt ich reich werden.

Natürlich ist Eddie auch noch Live zu hören!

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 25 März 2006 )
 

www.Eddie-Gimler.de